PGH Eisenauto

Technikfreunde Bergheide

Mopeds  - aus alt mach neu.


Aufbau Simson Star SR 4-2/1 Baujahr 1973 im Jahr 2012-2013


Im Jahr 2012 reifte in Olli der Wunsch mal eine Fahrzeugrestaurierung selbst durchzuführen. Völlig unerfahren auf dem Gebiet, musste was einfaches her. Ein MOPED!!! Letzte Bekanntschaft mit den Suhler Fahrwaffen 1995 mit dem Verkauf eines Ersatzteilspenders und meines Bruders Enduro. Also die gängigen Seiten durchgeschaut und beim Simson Star hängen geblieben. Ein Angebot in der Bucht stach mir ins Auge und die räumliche Nähe zum Fundort tat ein übriges. Also in der letzten Sekunde mitgeboten und für 255 € den Zuschlag erhalten. Freu mich.

Termin gemacht, ab nach Teltow in die Reihengarage und den Einkauf abgeholt


Zuhause hingestellt zur Bestandsaufnahme und erstmal sortiert. anderthalb Star das muss reichen für ein ganzes Moped, wie gesagt Restaurationserfahrung "Null". Beim Sondermodell "Harlekin" war der Motor fest , beim blau/weissem Moped mit Frontschaden lies er sich zum Glück drehen.





Wird schon werden, also erstmal Fotos machen und dann geht es ans Demontieren. Das macht übrigens den meisten Spass und die empirische Euphorie tut ein übriges dazu. Also frisch an Werk.














Nachdem alles zerpflückt wurde, sauber und ordentlich im Keller in eine Ecke gefeuert wurde, kam die Frage auf, wie geht's weiter? Teile säubern in der Selbstwaschbox brachte nicht so den Erfolg, entrosten gar nicht dran zu denken. Also Sandstrahlerei und Pulverbeschichten, ausgezeichnete Idee. Zum Sandstrahler hin, der zieht Dir schonmal den ersten Zahn, geht kein Problem aber die Teile müssen nahezu öl- und fettfrei sein. Also doch den einen oder anderen Euro für den Hochdruckreiniger in den Münzschlitz gesteckt. Nach dem Sandstrahlen, Risse und Rostlöcher und alte Sünden von LPG-Schweissarbeiten begutachten und beseitigen.

Dann endlich die Teile zum Pulverbeschichten geschickt.

Pause ? denkste ! restlichen Teile polieren und aufarbeiten. Mit einer guten Bohrmaschine aus Metall, einer Rundbürste und Sisal- und Polierscheibe erzielt man wunderbare Ergebnisse. Aber die Arbeit, jeden Abend für 2 Stunden in den Keller und geschruppt und poliert und trotzdem kaum Fortschritt ;-( aber irgendwann ist man dann doch fertig.










Anruf aus Potsdam, die Teile sind fertig gepulvert. Das ist ein geiles Gefühl wenn man die rostbraunen puckligen Teile noch im Gedächtnis hat und jetzt diese strahlenden superglatten Kotflügel, Rahmen und Tank auspackt und in den Händen halten darf. Vergessen die Mühe und Anstrengungen, man will sofort alles zusammenbauen.

Die Biermarke ist übrigens neutral zu bewerten, da hier nur für Aufständerungsarbeiten verantwortlich. 

Beim Zusammenbauen kann man übrigens auf die wunderbare Fotodokumentation zurückgreifen, sofern man eine hat. Wierum kommt das Plättchen für die Hinterradbremse, wie geht das mit dem Schlitzschieber im Lenker und warum zum Deibel passt der rechte Griffhalter nicht auf den gepulverten Lenker.Fragen über Fragen, also macht euch Fotos, kostet ja nüscht mehr, man muss sich nur zwingen und dran denken "Stöhn"


Jetzt die Gretchenfrage, original oder Nachbauteile. Ich hab mich für eine Mischung aus beidem entschieden, wobei die Nachbauteile manchmal schon abenteuerliche Qualitäten aufweisen. Wenn es geht, sollte man gut erhaltene DDR-Teile verbauen, die passen wenigstens. Grade Bowdenzüge und Kettenschläuche etc. sind heute fast ausschliesslich Schrott und passen nicht, trotz vollmundiger Bekundung der selbigen durch den Verkäufer. Oder mit dem alten verschlissenen hin zum Teilemarkt und dort gegenhalten. Guckt auch beim Restaurieren auf die Kleinteile die fehlen, diese nachzukaufen geht auch ganz schön ins Geld. Grade Klemmbefestigungen, Federn, Halterungen, Stopplichkontakt, Leuchtenkappen sind teuer und das ist ärgerlich.





Also schön zusammenbauen , Kabel einziehen und anklemmen, entspannende Tätigkeiten für lange Winterabende in einer warmen Werkstatt, oder wie bei mir im Keller. Lenker ruff, Motor rein, Räder dran und dann sollte das Moped mal ans Tageslicht zum ersten anlassen. Hmm mein Keller liegt im ersten Untergeschoss, dass Moped wiegt fast soviel wie ich, die Treppe nicht behindertenfreundlich und der erforderliche 90-Winkel zur Reduzierung der Detonationswirkung beim Atomschlag ist auch nicht hilfreich. Ging nicht hoch, so ein Mist. Zähneknirschend den Motor wieder ausgebaut und mal kurz versucht das Moped ins Freie zu kriegen. Natürlich brauch ich keine Hilfe, nein das schaffe ich allein, tja und wenn dann beim Abquälen mal der Kotflügel vorne am Buntsteinputz schabt oder der Auspuff und dessen Befestigungsschrauben lustige Abdrücke am Schienbein hinterlässt, ist das eine Freude.Irgendwie geht es dann doch und alles ist oben.





So jetzt den Motor rein, Räder wieder ran, Betriebsstoffe auffüllen und Scotti "Energie". Geiles Gefühl wenn der Motor startet und auch halbwegs rund läuft.


April 2013 super Wetter und los gehts zur Probefahrt. Hinterrad eiert, Lenkerpendeln, guturales Übergangsverhalten











Also nochmal ran, Vorderrad nach hinten, Hinterrad weg,hatte sich beim Pulvern leicht verformt, wer Ahnung hat kann die Felge zentrieren oder wie ich für vorne eine neue Felge in Chromglanz kaufen. Lenkungsspiel nachgestellt, Vergaser eingestellt, Vergaser eingestellt, Vergaser ausgebaut, eingestellt und wieder eingebaut. Vergaser wider Erwarten nochmals eingestellt und dann nochmal die Zündung ein bisschen nach spät und dann war jut.

Und jetzt fährt sie auch so, einfach jut.



Und Spass macht sowas alle Male, also traut Euch und rettet die Simsons

Euer Olli







Wer ein Moped mit Gebläsemotor hat, braucht kein Vibrationsalarm mehr ;-)

 

Aufbau zweier Schwalben KR 51/1 Baujahr 1973 und 1975 im Jahr 2014-2015


alles fing an mit einem Anruf von Marcel im August 2014, Olli ich habe einen Scheunenfund, einen richtigen Scheunenfund an Mopeds. Hmm schick mal Fotos:

Augenscheinlich 2 Schwalben, ein Spatz und eine ES 150/1. Da sind auch noch ganz viele Teile die können wir auch noch haben.

Wir also hin in die Scheunen 500 m² über 2 Etagen und auf dem Dachboden vom Nachbarn liegt auch noch was















Wir also alles durchgestöbert und zusammengetragen, zusätzlich zu den o.g. Fahrzeugen noch eine TS 150, eine S 51mit vorderer Hälfte, eine S 51 total verbeult in Resten, ein SR 50 Rest, eine ETZ 150 halbwegs, Rahmen, Teile,Teile,Teile.

Zwei mal den Sprinter voll und los geht's.






leidiges Thema, Demontage und Sortierung der Teile an einen schönen September Tag bei Marcel im Garten


























Dann  war erstmal eine ganze Weile Pause man hat ja Zeit bis Juli und Preise einholen muss auch sein. 








Bei einem Rahmen war das Fussteil verbogen, das musste geschweisst werden, zum Glück war ein Spender-Rahmen greifbar. Also im November die Rahmen vorbereitet.







Dann die obligatorischen Reinigungs- und Polierarbeiten und die Teile vorbereiten zum Sandstrahlen



sandgestrahlt sieht es schon richtig gut aus



























Motoren spalten, alle Lager raus, Simmerringe neu, Kurbelwellen neu, Kupplungslamellen und bei einer auch der Kupplungskorb neu, Kickstarterwellen neu, na gut ein neuer Zylinder auch noch bitteschön und dann den Motor auf die Herdplatte bis er sich verdoppelt ;-)






Verschleissteile in den Vergasern wechseln und alles schön sauber machen




Was haben wir für Pappe zum Container gebracht

neu , neu, neu 









Schraubenset selbst gemacht alla PGH Eisenauto, die arme Verkäuferin bei Hornbach, hat heute noch den Tick mit dem Piep im Ohr vom vielen einscannen.














Tanksanierung unter notärtzlicher Aufsicht :o)





















Marcels Spezialfarbe, weinrot mal anders RAL RAL scheissegal...






Jetzt noch schön zusammenbauen







Nakedbike vor Steinhaufen







ein Roller rollt





wo ist diese blöde M3-Schraube wieder hin






Optimierung der Spaltmaße











scheisse, Lenker vergessen











bloß nicht loslassen, dann kommt die Feder







irgendwann ist dann doch alles dran und läuft ! Schön oder ?


rauf auf den Hänger und ab in den Sommer, Fahrspass pur






ach ja Betriebsstoffe auffüllen und tanken nicht vergessen














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